Magellanstraße, Magellansche Wolken, Magellan-Pinguin: ein Name umrundet die Welt

Kaum ein Entdeckername hat eine solche Karriere gemacht wie der Ferdinand Magellans: Er steht heute auf Landkarten, am Südhimmel – und auf einer Raumsonde.

Die Magellanstraße

Die rund 600 Kilometer lange Meerenge zwischen dem südamerikanischen Festland und Feuerland bleibt Magellans berühmtestes Denkmal. Ihre Durchquerung im Oktober/November 1520 war navigatorische Höchstleistung: ein Labyrinth aus Fjorden, Untiefen und Williwaw-Fallwinden. Bis zur Eröffnung des Panamakanals 1914 war die Straße eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt – und auf jedem Standglobus ist sie bis heute der Punkt, an dem der Finger automatisch langsamer wird.

Die Magellanschen Wolken

Auf der Südhalbkugel sahen Magellans Männer zwei „Nebelfleckchen" am Nachthimmel, die mit ihnen zogen. Heute wissen wir: Es sind zwei Zwerggalaxien, Begleiterinnen unserer Milchstraße, rund 160.000 und 200.000 Lichtjahre entfernt. Als Große und Kleine Magellansche Wolke tragen sie den Namen des Seefahrers buchstäblich in den Kosmos – nachzuvollziehen auf jedem Himmelsglobus.

Pinguin, Raumsonde, GPS-Vorläufer

Der Magellan-Pinguin brütet an den Küsten Patagoniens – beschrieben schon von Pigafetta, dem Chronisten der Expedition, als „seltsame Gänse". Die NASA-Sonde Magellan kartierte von 1990 bis 1994 die Venus – eine Weltvermessung ganz im Geist ihres Namensgebers. Und das europäische Satellitennavigationssystem Galileo hatte einen Vorläufer namens – natürlich – „Magellan".

Die ganze Geschichte des Mannes hinter dem Namen: Ferdinand Magellan – der Entdecker hinter der ersten Weltumsegelung.